Ev. Käthe-Kollwitz-Kindergarten

Schwerpunkte

Offene Arbeit

Wir praktizieren in unserer Einrichtung das Konzept der „Offenen Arbeit“.
Offenheit bedeutet vor allem, offen sein, für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche, ihre Entwicklungsstufen, ihre Entfaltungswünsche. Wir wollen Kindern einen Ort schaffen, an dem Lebenslust und Weltendeckung, Selbstbestimmung und Beteiligung, Besonderheit und Gemeinsamkeit gelebt werden können. So haben wir die feste Gruppenstruktur aufgelöst und den Kindern die Möglichkeit eingeräumt, sich in freigewählten Spielgruppen mit selbstgewählten Aktivitäten zu befassen und selbständig Räume zu erschließen. Unsere Einrichtung wurde zur Lernlandschaft umgestaltet in der verschiedene Bildungsbereiche zu finden sind und Kindern ihren individuellen Interessen nachgehen können. Für jeden Bildungsbereich ist eine „Expertin“ zuständig, die eine anregende Lernsituation gestaltet. So haben die Kinder größtmöglichste Chancen, nach ihren eigenen Neigungen und Wünschen zu spielen und ihre Umwelt zu erfahren. Durch die größeren Entfaltungsmöglichkeiten erleben die Kinder eine Bereicherung ihres Umfeldes und werden offener für Neues und Anderes.

Der Situationsansatz
Der Situationsansatz verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft darin zu unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.
Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit steht das Kind mit seinen Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen.
Ziel ist es, dem Kind zu einer entsprechenden Handlungskompetenz zu verhelfen, mit der es in Situationen des Alltags besser zurechtkommen soll. Das Menschenbild im Situationsansatz geht davon aus, dass Kinder in der Lage sind, ihre Entwicklung aktiv zu steuern. Von Geburt an streben Kinder danach, sich ihre Welt anzueignen. Sie haben von Anfang an Kompetenzen, um ihre Umwelt altersgemäß zu beeinflussen und zu gestalten.

Beobachtung und Dokumentation
In der pädagogischen Arbeit ist die "Beobachtung" das wichtigste Handwerkszeug. Durch Beobachtungen bekommen Erzieher Informationen über die individuelle Situation jedes einzelnen Kindes, über seine individuellen Bedürfnisse und Interessenslagen.
Mit dem Bildungsverfahren der "Bildungs- und Lerngeschichten" nach Margret Carr, können wir individuelle Entwicklungsschritte und Lernprozesse jedes einzelnen Kindes beobachten und dokumentieren. Fachkräfte können dadurch, im gemeinsamen Austausch mit Eltern herausfinden, welche Impulse das Kind für seine Weiterentwicklung braucht. Es geht hierbei um eine ressourcenorientierte Beobachtung mit dem Ziel:

Stärken zu stärken und Schwächen zu schwächen

Sprache

Da Sprache als Schlüssel zu Bildungsprozessen bezeichnet werden kann, ist dieser Bildungsbereich ein wesentlicher Schwerpunkt für unsere Arbeit.

Wir verstehen Sprachförderung allerdings nicht als isoliertes Programm, sondern als Teil unserer Gesamtkonzeption. Wir wollen in unserer täglichen Arbeit Sprache aufgreifen und anregen, zuhören und Fragen stellen, Lust auf Sprache und das Sprechen fördern.

Außerdem ist es unser Ziel einen ersten Kontakt zur Lese- und Schreibkultur herzustellen.

So gehören zum Beispiel Bilderbuchbetrachtungen, Vorlesesituationen, Reime, Geschichten, Fingerspiele etc. zu unserer Sprachförderung genauso, wie sich für Fragen und Anliegen der Kinder Zeit zunehmen und somit die sprachliche Auseinandersetzung im Alltag zu leben.

Sollten sich dennoch Probleme in der Sprachentwicklung von Kindern ergeben, bieten wir Ihnen Beratung und eine gezielte Förderung für ihr Kind an.